Die Blaue Glunte liegt ziemlich gut versteckt im Wald oberhalb von Grindelwald, ein kleiner Geheimtipp. Statt eines grossen Bergsees erwarten dich mehrere kleine, glasklare Teiche, eine Waldhütte und erstaunlich viel Ruhe.
Ich habe die Blaue Glunte auf einer Wanderung von Grindelwald Richtung Kleine Scheidegg und Eigergletscher besucht. Der Abstecher lohnt sich vor allem dann, wenn du sowieso in der Gegend unterwegs bist.
Meine Wanderung zur Blauen Glunte
Meine Route führte von Grindelwald über die Blaue Glunte und die Kleine Scheidegg bis zum Fallbodensee und Eigergletscher.
Distanz: rund 12 km
Gehzeit: bei mir etwa 4 Stunden
Schwierigkeit: für mich leicht
Wichtig: Der direkte Weg zur Blauen Glunte war bei meinem Besuch nicht ausgeschildert.

Was bedeutet eigentlich «Glunte»?
Der Name klingt speziell, hat aber eine ziemlich einfache Erklärung.
«Glunte» beziehungsweise «Glunten» ist ein berndeutscher Begriff für eine Wasseransammlung, einen kleinen Teich, eine Lache oder einen Tümpel. Im Berner Ortsnamenbuch sind auch ähnliche Formen wie «Glunta» dokumentiert.
Der Name beschreibt den Ort also ziemlich treffend: Die Blaue Glunte ist kein einzelner grosser See, sondern besteht aus mehreren kleinen Teichen.
Die Blaue Glunte
Das Wasser war bei meinem Besuch unglaublich klar und schimmerte je nach Licht grünlich bis blau. Rundherum ist viel Wald, entsprechend ruhig wirkt der Ort.
Beim grösseren Teich steht eine kleine Waldhütte mit Sitzgelegenheiten. Perfekt für eine Pause und ein Znüni. Viel mehr passiert hier nicht. Und genau das gefällt mir.


Die Blaue Glunte ist keine Sehenswürdigkeit, für die ich einen ganzen Ferientag einplanen würde. Als Zwischenstopp auf einer Wanderung ist sie aber richtig schön.
Bei meinem Besuch waren Baden und Fischen nicht erlaubt.
Und bitte nimm dein Abfall auch wieder mit!




Weiter Richtung Kleine Scheidegg
Nach der Blauen Glunte bin ich auf einem kleinen Waldweg weiter Richtung Kleine Scheidegg gewandert.

Mit der Zeit öffnet sich der Wald und der Eiger kommt immer stärker ins Blickfeld. Der Kontrast ist ziemlich cool: zuerst kleine Teiche mitten im Wald, wenig später die klassische Grindelwald-Bergkulisse.




Von der Kleinen Scheidegg kannst du die Wanderung beenden oder noch weiter Richtung Eigergletscher laufen.

Ich bin noch beim Fallbodensee vorbeigegangen. Der künstlich angelegte See liegt oberhalb der Kleinen Scheidegg und ist vor allem für die Spiegelungen der umliegenden Berge bekannt. Bei ruhigem Wetter lohnt sich dort definitiv ein kurzer Fotostopp.



Lohnt sich die Blaue Glunte?
Für mich ja.
Aber erwarte keinen riesigen Bergsee und kein spektakuläres Ausflugsziel mit Infrastruktur. Die Blaue Glunte ist klein, ruhig und etwas versteckt.
Genau deshalb gefällt sie mir.
Wenn du sowieso rund um Grindelwald wanderst oder Richtung Kleine Scheidegg unterwegs bist, lässt sich der Abstecher gut einbauen. Ein bisschen Wald, ein paar klare Teiche, Znüni auspacken und danach weiter Richtung Eiger.
Mehr braucht es manchmal gar nicht.

Leider bleibt es kein Geheimtipp mehr, wenn es solche Blogbeiträge gibt, und diese zu oberst auf google erscheinen
Da muss ich dir leider Recht geben. Zur Verteidung, wer in Grindelwald ist, wird die Tümpel ohne Probleme mit einer Schweizer Karte finden. Sind auf Google Maps und Swisstopo sehr gut eingezeichnet.